Deutschland · München · 22 Bilder
Alter Südfriedhof
-
Efeubewachsener Grabstein im Gegenlicht
-
Trauernder Engel auf dem Sockel
-
Engelsfigur in der Arkade
-
Grabsteine im Frühlingswald
-
Grabmal an der Backsteinmauer
-
Kruzifix im Efeu
-
Kopflose Figur vor Efeumauer
-
Bronzeengel über schwarzem Sockel
-
Engel umarmt trauernde Gestalt
-
Weißer Engel in der Nische
-
Engelsrelief an der Arkadenwand
-
Rote Arkadenbögen mit Grabnischen
-
Kreuze und Steine im Unterholz
-
Allee zur neugotischen Grabstätte
-
Grabsteine um einen Efeustamm
-
Grabmale im Bärlauchgrün
-
Trauernde Figur mit Totenschädel
-
Madonnenrelief an der Backsteinwand
-
Grabsteine zwischen jungem Laub
-
Umgestürzter Stein im Gestrüpp
-
Engel mit Buch vor Himmel
-
Geflügelter Putto auf Grabplatte
Über diesen Ort
Herzog Albrecht V. ließ den Friedhof während einer Pestzeit außerhalb der Stadt anlegen. Ab 1788 war er für Jahrzehnte die einzige allgemeine Begräbnisstätte Münchens, 1818 wurde beschlossen, ihn für Katholiken und Protestanten gemeinsam zu öffnen. Der Weinhändler Johann Balthasar Michel gilt als erster hier bestatteter Protestant. Die Stephanskirche steht seit 1674 auf dem Gelände, Opfer der Sendlinger Mordweihnacht von 1705 liegen in Massengräbern.
Planerisch prägten den Ort Gustav Vorherr, der 1818 bis 1821 Leichenhaus und Gruftarkaden errichtete, und Friedrich von Gärtner, den König Ludwig I. 1840 mit der Erweiterung nach dem Vorbild des Campo Santo in Bologna beauftragte. Der alte Teil liegt im Norden, der neue im Süden. Zusammen zählen beide rund 270 Grüfte.
Zu den Bestatteten gehören die Baumeister Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner, der Maler Carl Spitzweg, der Maler Wilhelm von Kaulbach, der Bildhauer Ludwig Schwanthaler, der Physiker Georg Simon Ohm und Andreas Dall'Armi, dem die Idee zum Oktoberfest zugeschrieben wird. In der ehemaligen Aussegnungshalle erinnert eine Sammlung an Schwanthaler, das Lapidarium zeigt Skulpturen und Reliefs.
Bestattet wird hier heute nicht mehr. Die Grabmäler wurden zwischen 2004 und 2007 restauriert, und der Friedhof dient als ruhiger Park nahe dem Sendlinger Tor.
Häufige Fragen
Wo liegt der Alte Südfriedhof in München?
Der Alte Südfriedhof liegt in der Münchner Isarvorstadt, wenige Gehminuten vom Sendlinger Tor entfernt, an der Thalkirchner Straße 17 (80337 München).
Wer ist auf dem Alten Südfriedhof begraben?
Hier liegen unter anderem die Baumeister Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner, die Maler Carl Spitzweg und Wilhelm von Kaulbach, der Bildhauer Ludwig Schwanthaler und der Physiker Georg Simon Ohm.
Warum wurde der Alte Südfriedhof angelegt?
Herzog Albrecht V. ließ ihn 1563 als Pestfriedhof außerhalb der Stadt anlegen. Später war er lange Münchens einziger allgemeiner Begräbnisplatz und gilt als ältester Zentralfriedhof der Stadt.