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Johannisfriedhof Tolkewitz

Johannisfriedhof

Der Johannisfriedhof liegt im Dresdner Stadtteil Tolkewitz und wurde am 16. Mai 1881 eingeweiht. Mit 24,6 Hektar war er bis zur Eröffnung des Heidefriedhofs 1934 der größte Friedhof der Stadt. Eine neurenaissancistische Kapelle von Paul Wallot, ein Ehrenhain für die Opfer der Luftangriffe von 1945 und die Gräber bekannter Dresdner prägen die evangelische Anlage, die Sven Fennema fotografiert hat.

Über diesen Ort

Der Name erinnert an einen älteren Johannisfriedhof vor dem Pirnaischen Tor, der im 19. Jahrhundert aufgegeben wurde. Die evangelische Kirche erwarb 1875 waldiges Land in Tolkewitz, nach der Einweihung 1881 fand die erste Beisetzung am 17. Juli 1881 statt. Das bedeutendste Bauwerk ist die 1894 vollendete Kapelle von Paul Wallot, dem Architekten des Berliner Reichstagsgebäudes. Sie besteht aus einer Parentationshalle mit Kuppel und zwei Leichenhallen aus Granodiorit und Elbsandstein.

Die Anlage ist reich an Grabmälern und Familiengrabstätten. Hier sind unter anderem der Schiffbauer Ewald Bellingrath, der Ingenieur Christian Otto Mohr, der Kamerabauer Heinrich Ernemann, die Sängerin Eva von der Osten und Kurt Biedenkopf, der erste Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, bestattet. Der Ehrenhain erinnert an die Opfer des Luftangriffs vom Februar 1945, daneben gibt es Gräber von Kriegstoten und Zwangsarbeitern sowie ein Denkmal für Widerstandskämpfer.

An die Anlage grenzt der 1911 eröffnete Urnenhain Tolkewitz. Ein Rundgang lohnt wegen der Mischung aus Parkcharakter, Bildhauerarbeiten und Dresdner Stadtgeschichte.

Häufige Fragen

Wo liegt der Johannisfriedhof in Dresden?

Der Johannisfriedhof liegt im Dresdner Stadtteil Tolkewitz an der Wehlener Straße. Die Verwaltung des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofs sitzt in der Wehlener Straße 13.

Wer ist auf dem Johannisfriedhof Dresden begraben?

Zu den Bestatteten zählen der erste sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, der Ingenieur Christian Otto Mohr, der Kamerabauer Heinrich Ernemann und die Sängerin Eva von der Osten.

Warum ist der Johannisfriedhof in Dresden bekannt?

Er war bis 1934 der größte Friedhof Dresdens und besitzt eine von Paul Wallot entworfene Kapelle von 1894. Außerdem erinnert ein Ehrenhain an die Opfer der Luftangriffe vom Februar 1945.