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Hauptfriedhof Mainz

Der Hauptfriedhof Mainz im Zahlbachtal wurde 1803 unter französischer Verwaltung angelegt und zählt zu den ältesten kommunalen Friedhöfen Deutschlands. Besonders sind die Portalgruften des 19. Jahrhunderts, die Gruftenstraßen mit den Familiengrüften und der alte Baumbestand. Die Galerie zeigt Fotografien von Sven Fennema.

Über diesen Ort

Der französische Präfekt Jeanbon St. André ließ den Friedhof anlegen, damals lag er vor der Stadt. Er gilt als Vorbild für den Pariser Père Lachaise. Auf dem Gelände wurde schon in römischer Zeit bestattet, im Mittelalter stand hier zeitweise eine Kapelle.

Das Gelände umfasst rund 20 Hektar und ist in nummerierte Felder gegliedert. Prägend sind die Gruftenstraßen mit den Familiengrüften bedeutender Mainzer Familien. Zwischen 1850 und 1879 entstanden die Portalgruften, die wegen ihrer Form auch „Backofengruften“ heißen: unterirdische Grabkammern, die oberirdisch nur ein vergittertes Portal zeigen. Mehr als 230 Grabsteine und Denkmäler stehen unter Denkmalschutz, der älteste erhaltene Stein stammt von 1805.

Zu den Bestatteten zählen der Komponist Peter Cornelius, der Prähistoriker Ludwig Lindenschmit der Ältere, der Fastnachter Ernst Neger und der Chemiker Fritz Straßmann, Mitentdecker der Kernspaltung. Mehrere Denkmäler erinnern an französische und preußische Soldaten sowie an Opfer der Pulverturmexplosion von 1857.

2005 wurde der Friedhof in die Liste bedeutender Friedhöfe Europas aufgenommen. Ein Besuch lohnt sich wegen der Verbindung von Gruftarchitektur, Parkcharakter und Mainzer Stadtgeschichte.

Häufige Fragen

Wo liegt der Hauptfriedhof Mainz?

Der Hauptfriedhof liegt im Mainzer Zahlbachtal, der Zugang erfolgt über die Untere Zahlbacher Straße (55131 Mainz). Aktuelle Hinweise gibt die Stadt Mainz.

Was sind Portalgruften?

Portalgruften sind unterirdische Grabkammern, die oberirdisch nur ein vergittertes Portal zeigen. Auf dem Mainzer Hauptfriedhof entstanden sie zwischen 1850 und 1879.

Wer ist auf dem Hauptfriedhof Mainz begraben?

Hier liegen unter anderem der Komponist Peter Cornelius, der Fastnachter Ernst Neger und Fritz Straßmann, der an der Entdeckung der Kernspaltung beteiligt war.