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Certosa di Bologna

Certosa di Bologna (Cimitero Monumentale della Certosa)

Die Certosa di Bologna ist der monumentale Stadtfriedhof von Bologna, entstanden auf dem Gelände eines Kartäuserklosters aus dem 14. Jahrhundert. Seit 1801 wird sie als Friedhof genutzt, und ihre Kreuzgänge und Galerien füllen Grabmale vom Klassizismus bis zum Art déco. Die Galerie zeigt Fotografien von Sven Fennema.

Über diesen Ort

Der Bau des Kartäuserklosters begann 1334, aufgehoben wurde es gegen Ende des 18. Jahrhunderts. 1801 beschloss die Stadt, die Klosterräume als Friedhof weiterzuverwenden. Schon zuvor hatte hier eine etruskische Nekropole gelegen, die ab 1869 entdeckt wurde. Die Funde sind im Archäologischen Museum Bologna ausgestellt.

Die Kreuzgänge, Galerien und Felder wuchsen über Jahrhunderte. Im Dritten Kreuzgang gelten die Gräber aus bemaltem Stuck als einzigartig in Europa, im Kreuzgang VII stehen Skulpturen des späten 19. Jahrhunderts. Die Grabkunst reicht vom Klassizismus und Verismo des 19. Jahrhunderts bis zu Liberty und Art déco, darunter Vincenzo Velas Skulptur Desolazione.

Zu den Bestatteten zählen der Maler Giorgio Morandi, der Dichter Giosuè Carducci, der Komponist Ottorino Respighi, der Sänger Lucio Dalla und der Kastrat Farinelli. Ein Portikus verbindet die Certosa mit dem Heiligtum der Madonna di San Luca; er gehört seit 2021 zum UNESCO-Welterbe „Portiken von Bologna“. Informationen zu Besuchen und Führungen bietet die Stadt Bologna.

Häufige Fragen

Wo liegt die Certosa di Bologna?

Sie liegt an der Via della Certosa am Rand der Altstadt von Bologna, am Fuß des Monte della Guardia und nahe dem Stadion Renato Dall'Ara.

Wer ist auf der Certosa begraben?

Unter anderem Giorgio Morandi, Giosuè Carducci, Ottorino Respighi, Lucio Dalla, Marco Minghetti und der Sänger Farinelli.

Warum ist die Certosa di Bologna bekannt?

Sie entstand aus einem Kartäuserkloster und über einer etruskischen Nekropole. Ihre Kreuzgänge und Galerien zeigen Grabkunst aus zwei Jahrhunderten.