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Historischer Friedhof Weimar
Historischer Friedhof
Über diesen Ort
Der alte Jakobskirchhof reichte nicht mehr aus, deshalb entstand zwischen 1814 und 1818 der „Neue Friedhof vor dem Frauentore“. Eingeweiht wurde er am 20. März 1818. Ab 1862 erweiterte man ihn nach Süden und Westen zum Hauptfriedhof. Nördlich der Fürstengruft wird bis heute nicht bestattet, damit das parkartige Bild erhalten bleibt.
Die Fürstengruft entstand zwischen 1823 und 1828 nach Plänen von Clemens Wenzeslaus Coudray. Sie ist die Grablege des Großherzoglichen Hauses, auf Wunsch von Großherzog Carl August fanden auch Goethe und Schiller hier ihren Platz. Goethe wurde 1832 beigesetzt; Schillers Sarg gilt heute als symbolisch, da sich seine Gebeine nicht sicher bestimmen lassen. An der Rückwand der Gruft steht die Russisch-Orthodoxe Kapelle, errichtet über dem Grab der Großherzogin Maria Pawlowna.
Auf dem weiteren Gelände liegen Charlotte von Stein, der Komponist Johann Nepomuk Hummel, Goethes Gehilfe Johann Peter Eckermann und der Dichter Ernst von Wildenbruch. Zu sehen sind außerdem das Euphrosyne-Denkmal und das Denkmal der Märzgefallenen.
Der Friedhof ist als Kultur- und Gartendenkmal geschützt und lädt zu einem Gang durch hundert Jahre Weimarer Gedenkkultur ein.
Häufige Fragen
Wo liegt der Historische Friedhof in Weimar?
Der Historische Friedhof liegt auf einer Anhöhe im Südwesten der Weimarer Innenstadt, neben dem Poseckschen Garten. Die Fürstengruft befindet sich auf dem Gelände.
Sind Goethe und Schiller auf dem Historischen Friedhof begraben?
Goethe wurde 1832 in der Fürstengruft beigesetzt. Auch Schillers Sarg steht dort, gilt aber als symbolisch, da seine Gebeine nicht sicher bestimmt werden konnten.
Warum ist der Historische Friedhof Weimar bekannt?
Er ist die Grablege des Hauses Sachsen-Weimar-Eisenach mit der Fürstengruft und seit 1998 Teil des UNESCO-Welterbes „Klassisches Weimar“.