Belgien · Brügge · 24 Bilder

Centrale Begraafplaats Brügge

Centrale Begraafplaats Brugge-Assebroek

Die Centrale Begraafplaats im Brügger Stadtteil Assebroek ist ein ummauerter Friedhof von zwölf Hektar, der 1787 auf ehemaligem Abteiland vor den Toren der Stadt eröffnet wurde. Rund 130.000 Menschen sind hier beigesetzt, und Grabkapellen im neugotischen, Jugendstil- und Art-déco-Stil prägen das Bild.

Über diesen Ort

Der Friedhof geht auf die Reformen Kaiser Josephs II. zurück, der Bestattungen in Kirchen und innerhalb der Städte untersagte. Die Stadt Brügge nutzte dafür ein Stück Abteiland im ländlichen Assebroek. Am 13. Februar 1787 wurde das erste Grab geöffnet, bis 1810 zogen die Bestattungen der Brügger vollständig hierher um.

Das weiß getünchte Torgebäude entstand kurz nach der Eröffnung und erinnert in seiner Form an einen Bauernhof, ein Hinweis auf die einstige Randlage. In den Jahren 1841 und 1864 wurde der Friedhof erweitert, dabei kamen auch Flächen für Nichtkatholiken wie Anglikaner und später für Freimaurer hinzu.

Wohlhabende Familien ließen nahe dem Kalvarienberg Grabkapellen errichten, die Grabmäler zeigen Stilformen von der Neugotik und Neorenaissance bis zu Jugendstil und Art déco. Verwitterte Gräber bekannter Brügger Familien stehen neben jüngeren Gräbern, denn der Friedhof wird bis heute genutzt. Wer ihn besucht, bewegt sich deshalb auf einem Ort, an dem Trauernde zu Gast sind, und sollte Rücksicht nehmen.

Häufige Fragen

Wo liegt die Centrale Begraafplaats in Brügge?

Der Friedhof liegt im Stadtteil Assebroek am Rand von Brügge, Adresse Kleine Kerkhofstraat 60. Er ist vom historischen Zentrum aus mit dem Rad oder Auto erreichbar.

Seit wann gibt es die Centrale Begraafplaats Brügge?

Das erste Grab wurde am 13. Februar 1787 geöffnet. Der Friedhof entstand auf Abteiland, nachdem Joseph II. Bestattungen in Kirchen und Städten verboten hatte.

Was ist auf dem Friedhof in Assebroek zu sehen?

Zu sehen sind ein weiß getünchtes Torgebäude, Grabkapellen wohlhabender Familien und Grabmäler in Neugotik, Neorenaissance, Jugendstil und Art déco. Der ummauerte Friedhof wird weiterhin genutzt.