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Melatenfriedhof

Melaten-Friedhof

Der Melatenfriedhof in Köln ist mit rund 43,5 Hektar der größte Friedhof der Stadt und seit 1810 ein parkähnlicher Ort mit Grabmalen aus mehr als zwei Jahrhunderten. Sein Name geht auf das mittelalterliche Leprosenheim „Maladen“ zurück. Diese Galerie zeigt Fotografien von Sven Fennema.

Über diesen Ort

Angelegt wurde der Friedhof auf Grundlage des französischen Begräbnisdekrets von 1804, das Bestattungen innerhalb der Stadt untersagte. Der Kölner Gelehrte Ferdinand Franz Wallraf half bei der Standortsuche und nahm sich den Pariser Père Lachaise zum Vorbild. Geweiht wurde Melaten am 29. Juni 1810.

Das Gelände hat eine ältere Vorgeschichte. Der Hof Melaten war ein Pflegehaus für Kranke und Leprakranke und ist seit dem 12. Jahrhundert belegt. Die Kapelle St. Maria Magdalena und Lazarus wurde bereits 1245 geweiht.

Heute gehören rund 55.000 Grabstätten zum Friedhof. Die zentrale Ost-West-Achse heißt „Millionenallee“, an ihr und den Seitenwegen stehen aufwendige Grabanlagen des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter der „Sensenmann“ von August Schmiemann. Die Stadt vermittelt Patenschaften für denkmalgeschützte Grabanlagen.

Auf Melaten liegen unter anderem der Schauspieler Willy Millowitsch, die Schriftstellerin Irmgard Keun, der Fotograf August Sander und der Motorenbauer Nicolaus August Otto. Ein Besuch lohnt sich wegen der Verbindung von Stadtgeschichte, Bildhauerkunst und altem Baumbestand. Einen Rundgang beschreibt die Stadt Köln auf ihrer Friedhofsseite.

Häufige Fragen

Wo liegt der Melatenfriedhof?

Der Melatenfriedhof liegt im Kölner Stadtteil Lindenthal an der Aachener Straße (Aachener Straße 204, 50931 Köln). Er hat mehrere öffentliche Eingänge.

Wer ist auf dem Melatenfriedhof begraben?

Zu den Bestatteten zählen der Schauspieler Willy Millowitsch, die Schriftstellerin Irmgard Keun, der Fotograf August Sander und der Erfinder Nicolaus August Otto.

Woher kommt der Name Melaten?

Der Name geht auf den Hof Melaten zurück, ein mittelalterliches Pflegehaus für Leprakranke. Das Wort „Maladen“ bezeichnete die Kranken.