Deutschland · Bremen · 10 Bilder

Riensberger Friedhof

Der Riensberger Friedhof im Bremer Stadtteil Schwachhausen wurde am 1. Mai 1875 eröffnet und gilt als einer der ersten Parkfriedhöfe Deutschlands. Auf rund 28 Hektar verbinden sich Wasserflächen, alter Baumbestand und Mausoleen Bremer Familien. Seit 2011 steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz. Die Fotografien von Sven Fennema zeigen den Friedhof in seiner ganzen Vielfalt.

Über diesen Ort

Der Friedhof ersetzte die Friedhöfe am Doventor und am Herdentor, die auch wegen des Eisenbahnbaus aufgegeben wurden. Den Wettbewerb gewann der Gartenarchitekt Carl Jancke aus Aachen, Anfang der 1880er Jahre übernahm Wilhelm Benque die Gestaltung. Entstanden ist eine Anlage im gemischten Stil mit einem großen See im Westen und einem Ring von Wasserläufen. Kapelle, Verwalterhaus und Leichenhalle von 1875 plante Johannes Rippe, das ehemalige Krematorium von Heinrich Wilhelm Behrens (1907) war das erste Norddeutschlands und dient seit 2002 als Kolumbarium.

Besonders sehenswert sind die Mausoleen: das klassizistische Mausoleum Rutenberg mit grünem Kupferdach, das Jugendstil-Mausoleum Schmiedell aus poliertem schwarzem Stein und das offene Mausoleum Höpken mit der Figur der Hoffnung von Carl Steinhäuser. Das Grabmal Gildemeister schmückt eine Art-déco-Figur von Fritz Behn. Die Denkmalpflege hat über 70 Grabmäler als schützenswert eingestuft.

Zu den Bestatteten zählen Karl Carstens, Wilhelm Kaisen, Hans Koschnick, der Maler Arthur Fitger, der Flugzeugbauer Henrich Focke und die Kaufleute Johann Jacobs und Eduard Schopf. Im Süden wächst ein Riesenmammutbaum von etwa 34 Metern Höhe, der 2022 zum Nationalerbe-Baum ernannt wurde.

Häufige Fragen

Wo liegt der Riensberger Friedhof?

Der Riensberger Friedhof liegt im Bremer Stadtteil Schwachhausen, Hauptzugang ist die Friedhofstraße. Er wird vom Umweltbetrieb Bremen verwaltet, dort finden Sie aktuelle Hinweise zum Besuch.

Wer ist auf dem Riensberger Friedhof begraben?

Dort liegen unter anderem Bundespräsident Karl Carstens, die Bremer Bürgermeister Wilhelm Kaisen und Hans Koschnick, der Maler Arthur Fitger und der Flugzeugbauer Henrich Focke. Auch Unternehmer wie Johann Jacobs und Eduard Schopf sind hier bestattet.

Warum ist der Riensberger Friedhof bekannt?

Er gilt als einer der ersten Parkfriedhöfe Deutschlands und ist für seinen See, seine Mausoleen und sein ehemaliges Krematorium von 1907 bekannt. Seit 2011 steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz.