Italien · Lavagna · 9 Bilder
Cimitero Monumentale di Lavagna
Über diesen Ort
Die Arbeiten begannen 1810 auf einem ehemaligen Kastanienhain der Familie Franzoni nahe der Via Carcara. Später wurde der Friedhof erweitert, sodass neben dem alten Teil ein jüngerer entstand, in dem die Formensprache zu Liberty und Art déco wechselt.
Die monumentalen Marmorgräber folgen dem Verlauf des Hügels. Viele gehen auf den Opificio Repetto zurück, eine Bildhauerwerkstatt in Lavagna, die später vom Atelier Bianchi-Sanguineti weitergeführt wurde, daneben auf örtliche Handwerker. Als Bildhauer werden unter anderem Ersanilli, Brizzolara, Zucchi, Sanguineti und Dallorso genannt. Eine Kapelle im neueren Teil entstand 1922 durch die Firma Bianchi-Sanguineti. Verwendet wurde überwiegend Marmor, vereinzelt auch Bronze. Die Cappella Berisso von 1905 im alten Teil zeigt drei Marmorfiguren, die sich pyramidenförmig erheben; ihr Urheber ist unbekannt.
Inhaltlich kreisen die Skulpturen oft um den Übergang vom Tod ins Jenseits. Man sieht Prozessionen junger Frauen und Anspielungen auf Dantes Göttliche Komödie. Der Friedhof gehört der Gemeinde Lavagna, die über Zugang und Besuchsregeln informiert.
Häufige Fragen
Wo liegt der Cimitero Monumentale di Lavagna?
Er liegt in Lavagna in der Provinz Genua, Ligurien, an einem Hang mit Blick aufs Meer. Die Zufahrt führt über die Via dei Cogorno.
Wer hat die Grabmale in Lavagna geschaffen?
Viele Werke stammen vom Opificio Repetto in Lavagna und dem später daraus hervorgegangenen Atelier Bianchi-Sanguineti. Genannt werden außerdem die Bildhauer Ersanilli, Brizzolara, Zucchi und Dallorso.
Warum ist der Friedhof von Lavagna bekannt?
Er gilt als Freilichtmuseum und als zweitwichtigster Friedhof Liguriens für Kunstwerke, nach Staglieno in Genua.